Preisanpassung im Berliner Nahverkehr
Von Clifford | 1. Januar 2011
Merke: “Preiserhöhungen” gibt es nicht. Geht es runter, ist es eine PreisSENKUNG – geht es hoch, ist es eine PreisANPASSUNG. Im Falle des Berliner Nahverkehrs ist die “Anpassung” um 20 Cents aber gerechtfertigt. Dank der S-Bahn haben sich ja auch die Fahrzeiten drastisch erhöht. Rechnet man also Preis/Fahrzeit, ist es ja eigentlich schon eine Preissenkung…!
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Wenn Social Media mal unpassend ist…
Von Clifford | 13. Oktober 2010

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Diagnose: Herzversagen
Von Clifford | 2. Oktober 2010
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie viele – vor allem ältere – Menschen an “Herzversagen” sterben? Herzversagen scheint die häufigste Todesursache bei Senioren zu sein. Immer wieder lesen wir von einem Promi, der “im Alter von [xy] Jahren an Herzversagen starb”. Dabei liefert diese Aussage eigentlich keine Information. Es ist nachvollziehbar, dass das Herz im Falle des Todes in der Regel nicht mehr arbeitet. Aber auch die Lunge, die Nieren und die Leber stellen ihre Funktion ein. Aber wann liest man etwas von “Lungenversagen” oder “Nierenversagen”…? Nein, das liest man nur, wenn der Verstorbene tatsächlich lungenkrank oder nierenkrank war. Umgekehrt bedeutet aber Herzversagen nicht, dass die Person herzkrank war. Gemeint ist normalerweise schlicht und ergreifend “Altersschwäche”. Die tatsächliche Todesursache wird nicht ermittelt. Punkt.
Warum, liebe Redakteure, spart Ihr nicht diese Floskel ein? Tut Euch und Euren Lesern den Gefallen und konzentriert Euch doch bitte auf Aussagen mit Informationsgehalt…
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Public Viewing – Unsere Leichen leben noch…
Von Clifford | 23. Juli 2010
Ein sehr schöner Begriff, der sich zur WM 2006 bei uns durchgesetzt hatte und zu jeder Großveranstaltung ein Revival erlebt ist “Public Viewing”. Der Fußballfan versteht darunter gemeinhin die Möglichkeit, ein Spiel in der Öffentlichkeit (public) zu sehen (viewing). Ironischerweise hat dieser Begriff aber einen ganz anderen Ursprung. Es handelt sich nämlich um die Aufbahrung eines Verstorbenen, damit die Öffentlichkeit ihn noch einmal sehen kann. Naja, andererseits passt der Begriff ja auch ganz gut bei einigen Spielen…
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Pfui! Wenn Ursula das wüsste!
Von Clifford | 8. Mai 2009
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Fatal, fatal…
Von Clifford | 4. August 2008
“Crash mit fatalen Folgen: US-Schauspieler Morgan Freeman ist bei einem Unfall verletzt worden.” So der erste Satz einer Meldung bei Spiegel online. So, lieber Redaktionspraktikant – jetzt bitte nochmal MIT Nachdenken… “fatal” bedeutet tödlich. Einen Zusammenstoß mit tödlichen Folgen gab es aber nicht – wozu also der erste Satz? Leider kein Einzelfall. Der Begriff “fatal” wird oftmals mit “folgenreich” gleichgesetzt. Eigentlich auch nicht so verwunderlich. Schließlich muss eine “Femme fatale” nicht immer einen Tod verursachen. Tatsächlich kommt der Begriff aber daher und eine “Femme fatale” brachte Männer nicht selten in gefährliche, wenn nicht gar tödliche Situationen. Aber zurück zum tödlichen Verkehrsunfall: Wir hoffen natürlich ganz fatalistisch, dass für Morgan Freeman alles gut ausgeht… alles andere wäre ja fatal.
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Sprachlich verZAPFt… Vor Ort im Vorort
Von Clifford | 17. Juli 2008
Liebes Umzugsunternehmen Zapf,
wenn Ihr schon Umzugskartons in großen Stückzahlen drucken lasst, dann lest doch wenigstens vorher einmal, was drauf steht. Oder lasst es gegenlesen. “…in vielen großen Städten sind wir Vorort.” – naja, hat ja schon etwas philosophisches (oder meintet Ihr doch “vor Ort”?).
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Bei uns wird Service groß (und falsch) geschrieben.
Von Clifford | 17. Juli 2008
Zunächst dachte ich ja bei der Überschrift an einen einfachen Rechtschreibfehler. Kann ja mal passieren. Aber die Berliner Verkehrsbetriebe werben gleich mehrfach für Ihren “Servive”-Punkt. Vielleicht ein neues Wort in der Dienstleistungsgesellschaft? Eine Mischung aus “Service” und “survive” (“überleben”) – “Survive Service” – Den Service der BVG überleben…? Hm…!

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Obama go home…?
Von Clifford | 11. Juli 2008
Es ist schon seltsam, wie der US-Präsidentschaftskandidat die berliner Gemüter erhitzt. Darf nun ein amerikanischer Präsidentschaftskandidat am Brandenburger Tor eine Rede halten oder nicht? Soll er dürfen? Darf er nicht sollen? Nun, schauen wir uns doch einmal an, was gegen eine Rede spricht:
Es ist Wahlkampf. Obama kommt nicht zu uns, um mit den Berlinern zu sein, er reist nach Europa, um zuhause – also in den USA – Bilder zu liefern, die ihn als weltgewandten Staatsmann zeigen. Obama am Eiffelturm, Obama am Brandenburger Tor… Das sind Bilder, die die Amerikaner verstehen. Deshalb möchte der Kandidat hier sprechen. Für die Kameras, nicht für die Menschen.
Aber warum soll er das nicht tun? Diese “Ehre” solle nur “echten” (also gewählten) Präsidenten zuteil werden, heißt es im Bundeskanzleramt. Aber ist es wirklich eine solche Ehre? Ist das Brandenburger Tor ein so symbolischer, ja heiliger Platz? Wenn das so wäre… Warum darf dann jede B- und C-Promi-Veranstaltung am Brandenburger Tor stattfinden? Ob Milch verschüttende Kuhbauern, mittelmäßige Deutsch-Rapper oder fleischfressende Vegetarier – jede Demonstration, Kundgebung oder Veranstaltung findet am Brandenburger Tor statt. Würde? Ehre? Mit der Realität hat das nichts mehr zu tun. Also warum nicht mal ein echter Medienstar wie Obama? Auch wenn er kein gewählter Präsident ist. Wenn jede unwichtige Provinz-Polit-Veranstaltung am Brandenburger Tor stattfinden darf, dann sollte man auch jemanden wie Barack Obama zulassen. Wenn es eine historisch bedeutsame Rede wird (wohl kaum), dann haben die Befürworter Recht und ist es nur ein kurzer und unbedeutender Medienauftritt, dann ist das sowieso kurze Zeit später vergessen. Also, was soll’s…
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Den Führer heilen…?
Von Clifford | 8. Juli 2008
In Berlin bewegt ein Thema die Bürger: Das Hitler-Attentat – zumindest das auf seine Wachsfigur bei “Madame Tussauds”. Nachdem ein junger Mann ein Zeichen setzen wollte, indem er der Puppe den Kopf abriss, kocht nun die Diskussion, ob die Figur wieder ausgestellt werden soll. Hitler gehört zu Berlin und lässt sich auch nicht aus der Geschichte wegignorieren. Ob die Vergangenheit aber nun ausgerechnet in einem Wachsfigurenkabinett zwischen den Ebenbildern von Boris Becker und Thomas Gottschalk aufgearbeitet werden muss? Ich habe Verständnis für den jungen Mann, der ein Zeichen setzen wollte. Und er hat ein Zeichen gesetzt. Wenn die Puppe nun wieder repariert und ausgestellt wird, dann wird sie auch in Zukunft stärker bewacht werden. Und genau DAS ist es, was mich beunruhigt. Personenschutz für eine Adolf-Puppe ist meiner Meinung nach genau das falsche Zeichen. Nicht etwa Albert Einstein oder J.-S. Bach sind bei Tussauds schützenswert – nein, der Führer bekommt eine Leibwache. Willkommen in Berlin…
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