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Pfui! Wenn Ursula das wüsste!

Von Clifford | 8. Mai 2009

...da muss doch jemand \

Themen: Wortgewalt | 4 Kommentare »

Fatal, fatal…

Von Clifford | 4. August 2008

“Crash mit fatalen Folgen: US-Schauspieler Morgan Freeman ist bei einem Unfall verletzt worden.” So der erste Satz einer Meldung bei Spiegel online. So, lieber Redaktionspraktikant - jetzt bitte nochmal MIT Nachdenken… “fatal” bedeutet tödlich. Einen Zusammenstoß mit tödlichen Folgen gab es aber nicht - wozu also der erste Satz? Leider kein Einzelfall. Der Begriff “fatal” wird oftmals mit “folgenreich” gleichgesetzt. Eigentlich auch nicht so verwunderlich. Schließlich muss eine “Femme fatale” nicht immer einen Tod verursachen. Tatsächlich kommt der Begriff aber daher und eine “Femme fatale” brachte Männer nicht selten in gefährliche, wenn nicht gar tödliche Situationen. Aber zurück zum tödlichen Verkehrsunfall: Wir hoffen natürlich ganz fatalistisch, dass für Morgan Freeman alles gut ausgeht… alles andere wäre ja fatal.

Themen: Wortgewalt | 5 Kommentare »

Sprachlich verZAPFt… Vor Ort im Vorort

Von Clifford | 17. Juli 2008

Liebes Umzugsunternehmen Zapf,

wenn Ihr schon Umzugskartons in großen Stückzahlen drucken lasst, dann lest doch wenigstens vorher einmal, was drauf steht. Oder lasst es gegenlesen. “…in vielen großen Städten sind wir Vorort.” - naja, hat ja schon etwas philosophisches (oder meintet Ihr doch “vor Ort”?).

Themen: Werbemist | 3 Kommentare »

Bei uns wird Service groß (und falsch) geschrieben.

Von Clifford | 17. Juli 2008

Zunächst dachte ich ja bei der Überschrift an einen einfachen Rechtschreibfehler. Kann ja mal passieren. Aber die Berliner Verkehrsbetriebe werben gleich mehrfach für Ihren “Servive”-Punkt. Vielleicht ein neues Wort in der Dienstleistungsgesellschaft? Eine Mischung aus “Service” und “survive” (”überleben”) - “Survive Service” - Den Service der BVG überleben…? Hm…!
Survive Service - Dienstleistungen überleben bei der BVG...

Themen: Werbemist | Kein Kommentar »

Obama go home…?

Von Clifford | 11. Juli 2008

Es ist schon seltsam, wie der US-Präsidentschaftskandidat die berliner Gemüter erhitzt. Darf nun ein amerikanischer Präsidentschaftskandidat am Brandenburger Tor eine Rede halten oder nicht? Soll er dürfen? Darf er nicht sollen? Nun, schauen wir uns doch einmal an, was gegen eine Rede spricht:
Es ist Wahlkampf. Obama kommt nicht zu uns, um mit den Berlinern zu sein, er reist nach Europa, um zuhause - also in den USA - Bilder zu liefern, die ihn als weltgewandten Staatsmann zeigen. Obama am Eiffelturm, Obama am Brandenburger Tor… Das sind Bilder, die die Amerikaner verstehen. Deshalb möchte der Kandidat hier sprechen. Für die Kameras, nicht für die Menschen.
Aber warum soll er das nicht tun? Diese “Ehre” solle nur “echten” (also gewählten) Präsidenten zuteil werden, heißt es im Bundeskanzleramt. Aber ist es wirklich eine solche Ehre? Ist das Brandenburger Tor ein so symbolischer, ja heiliger Platz? Wenn das so wäre… Warum darf dann jede B- und C-Promi-Veranstaltung am Brandenburger Tor stattfinden? Ob Milch verschüttende Kuhbauern, mittelmäßige Deutsch-Rapper oder fleischfressende Vegetarier - jede Demonstration, Kundgebung oder Veranstaltung findet am Brandenburger Tor statt. Würde? Ehre? Mit der Realität hat das nichts mehr zu tun. Also warum nicht mal ein echter Medienstar wie Obama? Auch wenn er kein gewählter Präsident ist. Wenn jede unwichtige Provinz-Polit-Veranstaltung am Brandenburger Tor stattfinden darf, dann sollte man auch jemanden wie Barack Obama zulassen. Wenn es eine historisch bedeutsame Rede wird (wohl kaum), dann haben die Befürworter Recht und ist es nur ein kurzer und unbedeutender Medienauftritt, dann ist das sowieso kurze Zeit später vergessen. Also, was soll’s…

Themen: Gürtellinie | 2 Kommentare »

Den Führer heilen…?

Von Clifford | 8. Juli 2008

In Berlin bewegt ein Thema die Bürger: Das Hitler-Attentat - zumindest das auf seine Wachsfigur bei “Madame Tussauds”. Nachdem ein junger Mann ein Zeichen setzen wollte, indem er der Puppe den Kopf abriss, kocht nun die Diskussion, ob die Figur wieder ausgestellt werden soll. Hitler gehört zu Berlin und lässt sich auch nicht aus der Geschichte wegignorieren. Ob die Vergangenheit aber nun ausgerechnet in einem Wachsfigurenkabinett zwischen den Ebenbildern von Boris Becker und Thomas Gottschalk aufgearbeitet werden muss? Ich habe Verständnis für den jungen Mann, der ein Zeichen setzen wollte. Und er hat ein Zeichen gesetzt. Wenn die Puppe nun wieder repariert und ausgestellt wird, dann wird sie auch in Zukunft stärker bewacht werden. Und genau DAS ist es, was mich beunruhigt. Personenschutz für eine Adolf-Puppe ist meiner Meinung nach genau das falsche Zeichen. Nicht etwa Albert Einstein oder J.-S. Bach sind bei Tussauds schützenswert - nein, der Führer bekommt eine Leibwache. Willkommen in Berlin…

Themen: Gürtellinie | Kein Kommentar »

Leichte Anschläge und liebevolle Raubmorde

Von Clifford | 7. Juli 2008

Zugegeben - Adjektive beschreiben einen Vorgang lebhafter. Aber manche Begriffe werden von Journalisten so selbstverständlich verwendet, dass es gar keine Frage nach Sinn oder Alternativen mehr gibt. Zu meinen Lieblibngsfloskeln gehört der “Schwere Anschlag” ebenso wie der “Brutale Raubmord”. Ja, sicher mag der Anschlag Menschenleben gekostet haben und der Raubmord hatte lebensbeendende Folgen für den oder die Beteiligten - aber wenn dieser Raubmord “brutal” war, was waren dann die anderen? “Liebevoll”? Und wurde jemals über “leichte” Anschläge berichtet? Und was wäre das Gegenteil einer “verheerenden” Katastrophe? Ich weiß, dass lebendige Sprache etwas Feines sein kann - aber welchen Mehrwert haben diese Beschreibungen wirklich?

Themen: Floskeln, Wortgewalt | Kein Kommentar »

Meilensteine - heute: Die Fanmeile…

Von Clifford | 26. Juni 2008

Die Fanmeile ist ein neues Längenmaß. Im Gegensatz zur klassischen Meile (1,6 km) und der Seemeile (1,85 km) hat eine Fanmeile eine Länge von 1,2 Kilometern. Eine Fanmeile hat eine Kapazität von bis zu 500.000 Personen. Das entspricht 2,4 Millimetern pro Person. Um eine Erhöhung der Personenzahl zu ermöglichen, kann die Fanmeile aber auch verlängert werden, sofern sie nicht mit der Bannmeile kollidiert.

Themen: Themagogie | 1 Kommentar »

StayFriends in Amstetten

Von Clifford | 26. Juni 2008

StayFriends in AmstettenWenn Werbung automatisch geschaltet wird, kann es zu skurrilen Effekten kommen… (Danke an Manuel für diese erheiternde StayFriends-Anzeige im passenden Kontext!).

Themen: Werbemist | Kein Kommentar »

Extras inklusive

Von Clifford | 26. Juni 2008

Liebe Werbetexter, voller Neid und Anerkennung stelle ich fast täglich fest, auf welche grandiosen Text-Einfälle Ihr kommt. Ihr schafft es, sogar dann Glaubwürdigkeit zu vermitteln, wenn Ihr eigentlich nur Schwachsinn redet. Großartig finde ich z.B., dass bei Reisen oder Autos in letzter Zeit immer häufiger die “Extras inklusive” sind (siehe auch Google-Suchergebnisse). Wenn sie “inklusive” sind, können es doch keine “Extras” mehr sein…? Denkt einmal darüber nach.
;-)

Themen: Werbemist | Kein Kommentar »


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