Onlinespiele können soziale Gemeinschaft und Kreativität fördern
Die Abkürzung MMORPG bedeutet Massively Multiplayer Online Role-Playing Game. Bei dieser Art von Onlinespiel, das ausschließlich über das Internet spielbar ist, kann jeder Spieler einen eigenen virtuellen Charakter (in manchen Spielen auch mehr als nur einen) erschaffen und mit anderen Spielern in einer virtuellen Welt interagieren. Es kann von vielen tausenden Menschen gleichzeitig gespielt werden. Auch wenn ein MMORPG inhaltlich mit anderen Computerrollenspielen vergleichbar ist, liegt hier doch der Schwerpunkt auf der Interaktion zwischen den Spielern. Sie können gemeinsam eine Fantasywelt aufbauen, in dem sie zum Beispiel ein florierendes Wirtschaftssystem und Königreiche erschaffen. Je nach Spiel können sie auch Trophäen sammeln oder gegen Monster kämpfen.
Mit Freunden MMORPGs spielen
Für manche der Spieler stehen jedoch nicht die zu sammelnden Erfahrungspunkte oder Trophäen im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, mit Freunden in einer Fantasywelt zu spielen. Sie treffen sich zum Beispiel in Chats wie Discord oder Telegram, um zu beraten, welche Strategie sie im Spiel verfolgen wollen oder zu besprechen, wer bestimmte Waren zur Verfügung stellen kann, um Ausrüstungsgegenstände oder Tränke herzustellen. Viele Spielergemeinschaften von MMORPGs treffen sich nicht nur virtuell in einem Chat, sondern auch bei Spielertreffen im richtigen Leben. Manche Freundschaften, die dabei entstanden sind, halten ewig, selbst wenn die Spieler bereits das Rentenalter erreicht haben.
Können Onlinespiele die Kreativität fördern?
Diese Frage kann mit Ja beantwortet werden. Denn wer seine eigene Welt gestalten, die Spielfigur verbessern und mit seiner Figur Ausrüstungsgegenstände herstellen kann, um sich gegen Monsterhorden und andere Spielfiguren zu verteidigen, muss komplexe Systeme verstehen und schult damit die exekutiven Funktionen seines Gehirns. Diese sogenannten exekutiven Funktionen sind übergeordnete kognitive Steuerungsmechanismen des Gehirns, die uns Menschen ermöglichen, unsere Aufmerksamkeit zu fokussieren, unsere Handlungen bewusst zu planen und flexibel auf neue Situationen reagieren zu können. Sogar eine Studie belegt, dass Spielen die Kreativität fördert. Aber Achtung: Auch wenn Spielen die Kreativität fördern kann, sollte es nicht exzessiv betrieben werden, um nicht die sogenannte Internet Gaming Disorder (Computerspielsucht) zu entwickeln!
Old-School-Online-Spiele wieder angesagter denn je
Wie in der Mode wird das, was einst angesagt war nach einigen Jahren wieder in. Dass aktuell auch Old-School-Online-Spiele wieder gefragter denn je sind, zeigt das MMORPG Shardworlds, das sich an das ehemalige MMORPG Scherbenwelten anlehnt. Das browserbasierende Fantasy-Onlinespiel verknüpft Elemente aus Handels- und Strategiesimulation mit Rollenspiel. Hier können Spieler in Rollen schlüpfen und als Mensch, Halbling, Zwerg, Ork oder Elf schwerreiche Händler, arme Tagelöhner, berühmte Abenteurer spielen oder zur See fahren oder Armeen befehligen. Neben dem Kampf mit Monstern oder den Figuren anderer Spieler, ist auch das Rollenspiel ein zentrales Element, dass auch zum Schreiben von Fantasygeschichten einlädt.


