"Think beyond!" oder Immanenz und Permanenz

Verfasst von: Marion Wolters
"Think beyond!" Welche Bedeutung spielt Immanenz in diesem Zusammenhang? Ist es als philosophisches Konzept nicht ursprünglich als das Gegenteil von Transzendenz definiert worden? Wäre somit Immanenz auf einen wirtschaftlichen Kontext übertragen nicht tendenziell kontraproduktiv? Wie kann man immanent denken und handeln? Welche Vorteile ergeben sich in welchem wirtschaftlichen Umfeld? Wie gestaltet der Begriff "Permanenz" dieses und in welchem Ausmaß? "Let's see!"

"Immanent" bedeutet innewohnend, enthalten sein. Somit kann man diesen Begriff auf viele Bereiche des Lebens beziehen. Das "Verbleiben in einem vorgegebenen Bereich ohne Überschreitung der Grenzen" ist eine Begriffsbestimmung für "Immanenz". Es ist eine Aufgabe der Philosophie, Gegebenheiten mit Definitionen ein Gesicht zu verleihen. Das, was existiert mittels Sprache sichtbar und begreifbar zu machen. Je nach Umfeld und Mitwelt wird dieser Begriff verstanden, interpretiert und in Nuancen abgewandelt. Lassen wir die Zeit arbeiten, um zu entdecken, dass sich der Inhalt eines Begriffes komplett verändert hat.

Manche hören auf zu existieren, weil sie z.B. von der aktuellen technischen Entwicklung überholt wurden. Wann wird das Smartphone von seinem Nachfolgeprodukt ersetzt? Dann wird das Wort "Smartphone" online und in den Printmedien weniger lesbar werden, da es im täglichen Sprachgebrauch weniger verwendet wird. Das Wort "Dauerchange" wird kontinuierlich neu definiert. Was früher "ständige Veränderung" genannt wurde, ist im hippen Outfit neuer Bürolandschaften ebenfalls in ein neues Sprachdesign gekleidet worden, um die aktuelle Zielgruppe anzusprechen. Inhaltlich nicht neu wird es für viele Zeitgenossen dennoch mehr eine lästige Notwendigkeit als ein Vergnügen.

"Think beyond!" diesen Aufruf kann man in vielen Bereichen hören, wo man mit den gängigen Denkweisen nicht mehr weiterkommt. Festgefahren in begrenzenden Systemen mit rechtlichen und finanziellen Vorgaben die einzuhalten sind, kommt man nicht voran. Oder doch? Warum sich nicht wie ein Astronaut auf den eigenen Bereich wie auf einen neuen Planeten einlassen? Das System in kleinere Teile zu zerlegen, die Kriterien zu ermitteln und genau zu definieren ist sehr viel mehr Arbeit, als nur eine Bestandsaufnahme zu machen. Es geht darum, die einzelnen Kriterien zigfach in verschiedenen Möglichkeiten zu verbinden.

Freundschaft zu schließen mit bisher wenig beachteten Gedanken. Sich von ihnen inspirieren zu lassen für neue Lösungen, neue Geschäftsfelder. Sich Gedankenräumen vorsichtig zu nähern, die geschützt oder verschlossen sind. Sie ebenso in neue Strukturen einzubinden wie isolierte Gedankenkonzepte. Auf diese Weise werden innerhalb des Systems völlig veränderte Gegebenheiten geschaffen, die den rechtlichen und finanziellen Vorgaben gerecht werden. Wie passt das Wort "Permanenz" in diesen Zusammenhang? Das Hinterfragen der Grundlagen und Gesetzmäßigkeiten bleibt als permanenter Bestandteil der täglichen Arbeit. Jeden Tag ändern sich unzählige Details in feinen Abstufungen.

Diesen gilt es offen entgegenzutreten und sie zum Wohl des ganzen Systems zu integrieren und zu steuern. Der Sinn des "Dauerchange" ist Überleben. Kürzlich sagte mir eine Leserin meines Buches "Comme Schönheit influences la paz" https://www.amazon.de/Comme-Schönheit-influences-paz-Regierungen/dp/3734746795, dass man mit meinen Büchern lernen könne, über bestehende Systeme hinaus zu denken. "Think beyond!" kann als Aufforderung angesehen werden, sich in andere Systeme einzudenken, sie zu verstehen und die Vorteile in das eigene System zu integrieren. Siehe auch das Kapitel "Zeit für Permanenz und Immanenz" im neuen Buch "Sunlight point" der Autorin dieses Artikels https://www.amazon.de/Sunlight-point-Sonnenlichtpunkt-Marion-Wolters/dp/3748159358.

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