Die Attraktivität Ihrer Beziehungssprache

Verfasst von: Marion Wolters
Inwieweit ist Ihre Sprache im beruflichen Bereich lebendig, konzentriert, kreativ, präzise, spielerisch? Wie unterscheidet sie sich von Ihrer Sprache im privaten Umfeld? Ist sie auf ähnliche oder andere Weise attraktiv? Besteht ein eklatantes Ungleichgewicht zwischen diesen Lebensbereichen und gilt es, dies zu ändern? Eine aufmerksame Sprache kann alle Türen öffnen: "Kindness in an attentive way appears to be a light of ray." (aus "Tiaré? Entrez!".)

Doch vielleicht möchten Sie diese Türen aus unterschiedlichen Gründen nicht öffnen. Institutionen ändern die Sprache ihres Internetauftritts. Die jeweilige Beziehungssprache, die sich mit den Lesenden entwickelt, ändert sich dadurch. Wirtschaftlicher Erfolg wurde nachgewiesen. Auch wurde z.B. eine Stellenanzeige sprachlich überprüft und verbessert um sicherzustellen, dass sich die für den Job am besten Geeigneten angesprochenen fühlen. Wie eine Studie zeigt, stieg auch die Quantität der Rückmeldungen um 30 Prozent. Von befreundeten Musikern als Teil des Publikums in ein Tonstudio eingeladen zu werden und bei der Aufnahme eines neuen Albums zu applaudieren und mitzusingen um Liveatmosphäre zu simulieren, verändert die eigene Wahrnehmung der Attraktivität der Beziehungssprache Musik.

Auch die Beziehungssprache, die man mit Tieren im Laufe der Jahre entwickelt, ändert sich laufend. Mit einem gerade erwachsenen oder uralten Hund kommuniziert man anders als mit einem Welpen. Wer einen Hund besitzt empfindet das Schwanzwedeln des Tieres zur eigenen Begrüßung zumeist als einen sehr einnehmenden Bestandteil der Freundschaft. Viele Menschen freuen sich, wenn sie physisch wie sprachlich abgeholt werden. Sie bekommen ein Getränk angeboten, jemand erzählt eine lustige Geschichte. Vielleicht bleiben Sie nur kurz oder essen ein einfaches Gericht miteinander, singen und tanzen danach. Rituale als attraktive Beziehungssprache in Form von Gastfreundschaft, die immer wieder differenziert in ihren Ausdrucksformen ausgelebt wird.

Es wird teilweise angenommen, dass sie im Zuge der Digitalisierung in Qualität und Quantität abnimmt. Dies gilt es zu verifizieren. Zudem gibt es eine große Anzahl von Individuen, die die digitale Beziehungssprache in ihrer Form und den Möglichkeiten, die mit ihr verbunden sind, mit Abstand besser finden. Sie sind auf einer Party und lernen jemand kennen. Es gibt weder eine Beziehungs- noch eine Sprachhistorie, an die Sie anknüpfen können. Mit den ersten Worten machen Sie Ihrem Gegenüber ein Angebot, das im positiven Fall angenommen wird. Die Sprache verändert sich und passt sich dem situativen Kontext an.

Vielleicht entdecken Sie gemeinsam Wörter wieder, die Sie lange nicht gebraucht haben, erschaffen eine Offenheit, ein Vertrauen, eine Innigkeit, die dazu führen, dass sie plötzlich auf Themen kommen, die Sie noch nie besprochen haben oder faszinierende Informationen erhalten, die Sie nicht mehr loslassen. Sie haben eine neue Sichtweise und somit ein neues Leben geschenkt bekommen. Oder Sie beschließen, dass es Zeit für ein neues Leben, einen neuen Lebensabschnitt ist. Was machen Sie damit? Mehr dazu in "Bleuciel de Sagesse", dem neuen Buch der Autorin dieses Artikels. https://www.brainguide.de/Marion-Wolters#publikationen

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