Abwehrkampf gegen Viren

Verfasst von: DTKfrau Gabriele Maria Perklitsch
Immunkraft
Immunkraft  Bild: DTK Gabriele M Perklitsch
Im Laufe der Evolution hat unser Körper gelernt, durch komplexe Verteidigungsprozesse und effektive Abwehrbarrieren, rasch und gezielt gegen krankmachende Erreger wie z.B. Viren vorzugehen. Unser Körper kann auf ein ausgeklügeltes Immunsystem zurückgreifen. Es funktioniert von Natur aus stets reibungslos und greift prompt dort ein, wo Gefahr für unseren Körper und unsere Gesundheit besteht. Unser Körper ist die beste - evolutionsgeprüfte - Abwehrkampfmaschine. Haben Sie das schon gewusst?

Die Körperabwehr besteht grob zusammengefasst aus komplexen Abwehrprozessen mittels Einsätze von Granulozyten, Makrophagen, T-Zellen und Antikörpern. Das sind höchst wirksame Kampfmittel gegen eindringende Feinde. Die spezialisierten Abwehr- und Fresszellen sorgen dafür, störende Eindringlinge zu erwischen und unschädlich zu machen. T-Lymphozyten erledigen, über ein komplexes Alarmsystem aktiviert, die Vollstreckungsarbeit. Sie erledigen alle störenden Fremdstoffe vollständig und kompromisslos. Man nennt sie daher auch T-Killer Zellen. Ein Räumkommando aus Makrophagen (= Fresszellen) entsorgt die Zellreste. Ob und wie stark jemand krank wird, hängt vor allem davon ab, wie groß die Anzahl von Keimen ist, die eindringen können und wie gefährlich diese sind. Je besser die spezifische Abwehr gerüstet ist, umso problemloser der Kampf.

Faszinierend ist, dass es neben den T-Killerzellen es auch T-Zellen gibt, die Gedächtniszellen für den Körper darstellen. Diese T-Gedächtnis Zellen verbleiben nach symptomreicher Abwehrschlacht im Körper. Wenn der Körper später mit dem Keim wieder in Kontakt kommt, läuft die Abwehrreaktion (=Immunreaktion) beschleunigt und meist ohne Krankheitsverlauf oder Symptome ab. Der Körper ist durch die Gedächtnis T-Zellen also ausreichend mit wirksamen Antikörpern ausgerüstet und der Abwehrkampf läuft unerkannt im Hintergrund ab. Meist bemerkt man diesen Kampf gar nicht. In diesen Fällen spricht man von einer erlangten Immunität. Diese kann für ein Leben lang anhalten.

Kann man den Immunstatus labortechnisch testen, abfragen und analysieren lassen? Ja. Das kann man. Interessierte, können in Arztpraxen oder speziellen Laboren anhand von Blutproben, die mit spezifischen Laborgeräten analysiert werden, ihren Immunstatus analysieren und auswerten lassen. Dabei werden Abwehrzellen je nach Zelltyp und Oberflächenmarkern sortiert und zahlenmäßig erfasst. Dieses Verfahren wird Durchfluss-Zytometrie genannt. Es handelt sich dabei um ein automatisiertes Verfahren, wo eine Typisierung von weißen Blutkörperchen (Zelltypen: T-Lymphozyten, B-Zellen, NK-Zellen, etc) mittels Angabe von Referenzwerten (in %/Anzahl/µl), die zur Auswertung für den Immunstatus herangezogen werden, stattfindet.

Weitere Spezialtests können auch die Funktionalität dieser Zellen genauer analysieren. Das körpereigene Abwehrsystem kann durch verschiedene Faktoren und Einflüsse geschwächt worden sein und sich in körperlichen Symptomen äußern. Mangelzustände wie z.B. durch langanhaltenden Stresssituationen, unausgewogene Ernährung, vitamin- und nährstoffarme Lebensmittel, unzureichend Schlaf, zu wenig Bewegung an der frischen Luft, Wassermangel, zu hohem Alkoholkonsum oder Rauchen und anderem Suchverhalten, schwächen das Immunsystem, das dann nicht optimal arbeiten kann. Laborbefunde dienen als Zusatzbefunde und sollten nie isoliert betrachtet werden. Sie werden stets im engen Zusammenhang mit weiteren Befunden, dem gesundheitlichen Allgemeinzustand sowie auftretenden Krankheitssymptomen eher als Zusatzhilfsmittel zur Diagnose herangezogen. Wichtig: Laborbefunde alleine stellen jedoch keine Diagnose auf das Vorliegen einer Krankheit.

Laborbefunde können lediglich Immunschwäche Diagnosen untermauern. Mit Unterstützung eines kompetenten Arztes, einer guten und ausgewogenen Lebensweise sowie einigen Zusatzmaßnahmen, kann man das Immunsystem wieder auf Trapp bringen. Eine Synergie aus Allgemeinmedizin und Naturmedizin wird mehr und mehr favorisiert. Viele Menschen bauen daher zusätzlich auf Heilmittel wie z.B. Curcuma. Diese in der Ayurvedischen Heilkunde sehr geschätzte Heilpflanze dient u.a. zur Behandlung von Husten, Schnupfen, Galle- und Leberbeschwerden, Rheuma und Sinusitis [Ammon und Wahl, 1991]. Das Polyphenol Curcumin ist die bedeutendste aktive Substanz der Gelbwurzel, welches stark antioxidative und antientzündliche Eigenschaften hat. Studien untermauern die Wirkung. In diesem Sinne, tun Sie Ihrem Immunsystem etwas Gutes und bleiben Sie gesund.

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