Äskulapnatter - die größte Schlange Europas - vom Aussterben bedroht

Verfasst von: Sylvia Haendschke
Äskulapnatter
Äskulapnatter  Bild: Naturefund e.V.
Die Äskulapnatter gilt als die größte Schlange Europas. Sie ist vom Aussterben bedroht und findet nahe Wiesbaden und im angrenzenden Rheingau-Taunus-Gebiet einen ihrer Lebensräume, von denen es laut NABU nur noch vier in Deutschland gibt. Jedoch wird dieser Stück für Stück zerstört. Um die vor dem Aussterben bedrohte Schlange zu schützen, kauft Naturefund Grundstücke, um diese zu Schutzgebieten umzugestalten. Auch Sie können helfen, sie zu schützen!

Schlangenbad, ein Ort nahe von Wiesbaden im Rheingau-Taunus-Kreis beherbergt eine der letzten Populationen der Äskulapnatter in Deutschland. Die Schlange konnte sich dort aufgrund des mediterranen Klimas fortpflanzen. Eigentlich kommt sie nur noch selten in Deutschland vor. Neben der Population in Schlangenbad leben nur noch drei autochthone Populationen in Deutschland, und zwar an der unteren Salzach in Burghausen, im Neckar-Odenwald und im Donautal bei Passau. Autochthon bedeutet, dass die Schlangen ohne menschlichen Einfluss in diesen Regionen einheimisch oder zugewandert sind. Die Äskulapnatter kommt sonst nur noch in Kleinasien und Südeuropa vor.

Der Name Äskulapnatter lehnt sich an den Namen des griechischen Heilgottes Asklepios an. Er soll sogar Tote wieder zum Leben erweckt haben. Meist wird er auf mythologischen Abbildungen als bärtiger Mann stützend auf einem Stab dargestellt, der von einer Natter, wohl einer Äskulapnatter, umwunden wird. Bis heute ist dieser Stab das Zeichen von Pharmazeuten und Ärzten. Die verschiedene Grau-, Braun- und manchmal auch Grüntöne aufweisende Äskulapnatter ist glattschuppig, schlank und sehr lang gestreckt. Die Färbung hellt sich meist zum Kopf hin auf. Ihr Kopf ist wenig abgesetzt und schmal. Ihre Pupillen sind rund. Im letzten Körperdrittel ist sie schwach gekielt. Sie kann 1,5 bis 2,2 m lang werden.

Bereits ab 5 € können Sie Lebensraum für die Äskulapnatter schaffen

In unmittelbarer Nähe von Schlangenbad in einem Tal mit reich strukturierter Landschaft erstreckt sich ein Gebiet von vielfältigen Biotopen. Diese bieten den Schlangen Eiablageplätze, offene Plätze zum Sonnenbaden, ausreichende Deckungsmöglichkeiten sowie frostfreie Naturräume, in denen sie überwintern können. Gemeinsam mit dem Naturschutzhaus Wiesbaden möchte Naturefund e.V hier ein 649 m² großes Grundstück erwerben, das als Lebensraum für die Äskulapnatter erhalten bleiben soll, um diese vor dem Aussterben zu bewahren. Denn Siedlungserweiterungen und der massive Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft lassen den Lebensraum der ungefährlichen Natter immer weiter schrumpfen. Auch werden viele Tiere durch Mäharbeiten oder Autos getötet.

Die in der Roten Liste der Tiere als "stark gefährdet" eingestufte Äskulapnatter ist bodenbewohnend, tagaktiv und sehr wärmeliebend. Zudem kann sie ausgezeichnet klettern. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Vögeln, deren Eiern und kleinen Säugetieren. Nur die jungen Nattern ernähren sich von Eidechsen. Für nur 5 € können Sie 1 m² neuen Lebensraum für die gefährdete Äskulapnatter schaffen und sie vor dem Aussterben schützen. Interessierte Eigentümer von Grundstücken können auch gemeinsam mit Naturefund e.V. Ruhezonen und Eiablageplätze für die größte Schlange Europas herrichten. Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten von Naturefund e.V.

Suchbegriffe, Druckversion und Feedback

Artikel wurde veröffentlicht: vor PDF erzeugen Inhalt beanstanden
Artikelsignatur: Sylvia Haendschke | Autoren-Ressort: quantenatem.reporters.de
An der Schulkoppel 6 | 22844 Norderstedt
Telefon: 040/53326792 | E-Mail: quantenatem@posteo.de

TOP-Autoren auf Reporters.de

Feeds RSS Feeds